Plattfuß

  plattfuß

Plattfüße – eine weitverbreitete Fußfehlstellung

Bei einem Plattfuß (Pes Planus) ist der Fußteil zwischen dem Fußvorderballen und der Ferse nicht gewölbt, sondern liegt flach auf dem Boden auf. Eine Übergangsform zwischen normalem Fuß und Plattfuß ist der Senkfuß. Bei einem Senkfuß ist der mittlere Fußteil weniger gewölbt als bei einem gesunden Fuß, aber nicht so flach wie bei einem Plattfuß.

Pes Planus – Symptome: Wie erkennt man Plattfüße?

Ein Plattfuß oder Pes Planus ist auch für einen Laien gut erkennbar. Der Fuß hat keine oder nur eine geringe Längswölbung, so dass der Mittelteil des Fußes den Boden berührt. In diesem Bereich können beim Gehen Schmerzen auftreten. Bei Plattfüßen werden bestimmte Stellen des Fußes unnatürlich stark belastet. Hierdurch entstehen Druckstellen, die  ebenfalls Schmerzen bereiten und das Gehen beeinträchtigen können. Plattfüße gehen oft mit einer weiteren Fußfehlstellung einher, die Knickfuß (Pes Valgus) genannt wird. Dabei ist die Ferse an der Fußinnenseite abgesenkt und an der Fußaußenseite angehoben.

Leide ich an Plattfüßen? Wer eine zuverlässige Diagnose stellen kann

Wer sich nicht sicher ist, ob er unter einem Plattfuß oder einem Senkfuß leidet, kann einen Arzt oder einen orthopädischen Schuhmacher aufsuchen. Ein Orthopäde oder orthopädischer Schuhmacher kann einen Plattfuß oft schon per Blick diagnostizieren. Wenn nicht, kann ein analoger Blauabdruck hilfreich sein. Ein analoger Blauabdruck zeigt den Abdruck eines Fußes im Stand und macht so deutlich, welche Stellen des Fußes durch Druck belastet werden. Anamneseverfahren wie einen analogen Blauabdruck bietet beispielsweise die orthopädische Schuhmanufaktur Meisterschuh Berlin.

Wie entstehen Plattfüße?

Plattfüße können angeboren oder erworben sein. Angeborene Plattfüße entwickeln sich oft zwischen dem siebten und zehnten Lebensjahr von selbst zurück. Plattfüße können aber auch durch schwaches Bindegewebe oder Gelenkverschleiß (Arthrose) sowie Gelenksentzündungen entstehen. Ein Plattfuß kann sich außerdem aus einem unbehandelten Senkfuß entwickeln. In all diesen Fällen spricht man von erworbenen Plattfüßen. Meist treten Plattfüße beidseitig auf, manchmal aber auch einseitig. Die Ursache für einen einseitigen Plattfuß kann eine gerissene Sehne des Musculus Tibialis Posterior sein, einem Skelettmuskel des Unterschenkels.

Schmerzen durch einen Plattfuß? Einlagen bringen Linderung

Zur Behandlung eines Plattfußes eignen sich spezielle Plattfuß Einlagen mit einer sogenannten Längsgewölbestütze. Sie betten den Fuß weich, entlasten dadurch den Vorfuß und bringen den Fuß wieder in Form. Auf diese Weise wird der ausgeübte Druck umverteilt, was Schmerzen vorbeugt. Einem Senkfuß, also einem schwach ausgeprägten Plattfuß, kann man mit sensomotorischen Einlagen entgegenwirken. Anders als herkömmliche Schuheinlagen stützen sensomotorische Einlagen den Fuß nicht nur, sondern stimulieren gezielt Muskeln, Sehnen und Weichteile. Bei einem Senkfuß können sensomotorische Einlagen die Ausbildung eines Plattfußes verhindern. Sie eignen sich auch zur Behandlung von Knickfüßen – einer Fußfehlstellung, die häufig mit Plattfüßen gemeinsam auftritt. Ein Spezialist für sensomotorische Einlagen ist die orthopädische Schuhmanufaktur Meisterschuh Berlin, die ihren Sitz in Berlin-Mitte hat. Passgenaue Pes Planus Einlagen und andere orthopädische Einlegesohlen werden hier aus geeigneten, allergieverträglichen Materialien in Handarbeit hergestellt.

Plattfüße: Was sind die Folgen? Erfordert ein Pes Planus eine Operation?

Unbehandelt können Plattfüße zu Schmerzen und Gehbeschwerden führen. Eine Behandlung mit speziellen Plattfuß-Einlagen ist aber normalerweise ausreichend, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Wenn ein Sehnenriss oder eine Arthrose den Plattfuß verursacht, kann eine Pes-Planus-OP sinnvoll sein. Ansonsten ist bei einem Plattfuß keine Operationen notwendig, da die Orthopädieschuhtechnik ausreichend alternative Behandlungsmöglichkeiten bietet.