Klumpfuß

 

Was ist ein Klumpfuß?

Bei einem Klumpfuß handelt es sich um eine komplexe Fehlstellung des Fußes, bei der mehrere Fehlbildungen zusammenkommen. So sind Klumpfüße in der Regel varisiert – das bedeutet, die Füße sind so verdreht, dass nur die Fußaußenkante den Boden berührt und die Fußsohlen nach innen-oben gerichtet sind. Die Zehen zeigen bei einem Klumpfuß meist stärker zur Körpermitte hin als üblich. Diese Fußfehlstellung wird, isoliert betrachtet, Sichelfuß genannt. Sichelfüße sind die häufigste Fußfehlstellung bei Neugeborenen. Oft weist ein Klumpfuß auch die Symptomatik eines Spitzfußes auf. Wer von einem Spitzfuß betroffen ist, kann mit der Ferse nicht mehr den Boden berühren und muss daher auf Zehenspitzen gehen. Ein Spitzfuß wird daher auch manchmal „Pferdefuß“ genannt.

Klumpfuß-Symptome: Woran erkennt man einen Klumpfuß?

Viele Merkmale eines Klumpfußes sind auch für Laien deutlich erkennbar. Durch die multiplen Fehlbildungen sind Klumpfuß-Betroffene gezwungen, mit der Fußaußenkante oder sogar dem Fußrücken aufzutreten. Zudem leiden Betroffene häufig an einer charakteristischen „Klumpfußwade“, die im Vergleich zu einer gewöhnlichen Wader dünner ist. Sie entsteht, weil im Zuge einer Klumpfuß-Fehlstellung bestimmte Muskelgruppen im Wadenbereich verkümmern.

Wer hilft bei der Diagnose?

Ein Experte kann in einer Anamnese noch weitere Klumpfuß-Symptome identifizieren. So kann etwa ein orthopädischer Schuhmacher durch eine manuelle Untersuchung ermitteln, ob Knochenfehlbildungen im Bereich des Fersenbeins vorliegen. Hierfür tastet er den Bewegungsapparat des Pateinten ab und ermittelt auf diese Weise, wo und wann Schmerzen auftreten. Manuelle Untersuchungen bietet beispielsweise Meisterschuh Berlin, eine kleine Orthopädieschuhtechnik-Firma im Herzen Berlins. Mit einem Klumpfuß gehen auch häufig  Verdrehungen und Fehlstellungen von Gelenken einher. Diese kann ein orthopädischer Schuhmacher ebenfalls diagnostizieren.

Wodurch kommt es zu einem Klumpfuß?

Klumpfüße sind meist angeboren, wobei die Ursachen nicht vollständig geklärt sind. Möglicherweise entsteht ein Klumpfuß dadurch, dass der Embryo ungünstig im Mutterleib liegt oder die Menge des Fruchtwassers dauerhaft vermindert ist. Klumpfüße können aber auch erworben sein. Verantwortlich für einen erworbenen Klumpfuß ist eine Schwächung bestimmter Muskel- und Nervengruppen im Wadenbereich. Sie kann Folge einer Erkrankung an Polio (Kinderlähmung) sowie bestimmter Traumata sein.

Klumpfuß-Beschwerden durch spezielle Klumpfuß-Einlagen abmildern

Bestimmte Schuheinlagen, insbesondere so genannte Bettungseinlagen, können die Beschwerden, die mit einem Klumpfuß einhergehen, abmildern. Bettungseinlagen entlasten den Fuß durch eine Umverteilung des Drucks. Außerdem schützen sie ihn, indem sie Stöße von außen abdämpfen.

Mit der richtigen Behandlung Klumpfuß-OP vermeiden

Die Behandlung eines Klumpfußes sollte möglichst frühzeitig erfolgen, bei angeborenen Klumpfüßen am besten unmittelbar nach der Geburt des Kindes. Üblicherweise werden betroffenen Babys Oberschenkelgipse angelegt, die dafür sorgen, dass sich der Fuß auf natürliche Weise redressiert, das heißt, von selbst wieder richtig ausrichtet. Wenn sich kein Erfolg einstellt, wird im Alter von ca. 3 Monaten eine Klumpfuß-OP durchgeführt. Oft ist eine konservative Behandlung aber ausreichend und eine Klumpfuß-Operation kann vermieden werden. Kinder mit Klumpfüßen müssen in der Regel noch bis zu ihrem vierten Lebensjahr spezielle Schienen tragen.

Bei erwachsenen Patienten empfiehlt sich ein so genannter Anti-Varus-Schuh. Ein Anti-Varus-Schuh korrigiert die varisierte (nach innen-oben gerichtete) Stellung des Fußes, die für einen Klumpfuß charakteristisch ist. Anti-Varus-Schuhe können Sie bei einem orthopädischen Schuhmacher, wie beispielsweise Meisterschuh Berlin, anfertigen lassen. Hier erhalten Sie auch spezielle Klumpfuß-Einlagen, die die Beschwerden, die mit einem Klumpfuß einhergehen, abmildern.