Hallux Rigidus

  hallux rigidus

Was ist ein Hallux rigidus?

Bei einem Hallux rigidus handelt es sich um eine schmerzhafte Verschleißerscheinung am Großzehengelenk. Das Gelenk zwischen Großzehe (hallux) und Mittelfußknochen versteift sich und die Großzehe kann nicht mehr richtig bewegt werden. Ein normales Abrollen des Fußes ist nicht mehr möglich. Ein Hallux rigidus tritt vor allem im höheren Lebensalter auf.

Hallux Rigidus – Symptome richtig deuten

Im Anfangsstadium eines Hallux rigidus verspüren Betroffene manchmal ein Zucken in den Fußmuskeln. Später schwillt meist die Großzehe an, schmerzt und lässt sich nun nur noch schwer anwinkeln. Bei der Bewegung der Großzehe ist manchmal ein Knirschen hörbar (Krepitation). Es entsteht dadurch, dass kleine Knochen- und Knorpelteilchen aneinander reiben. Weitere Hallux-rigidus-Symptome sind schmerzhafte Knochenwucherungen. Sie lassen sich durch die Haut ertasten und manchmal sogar mit bloßem Auge erkennen. Durch die Schmerzen, die mit einem Hallux rigidus einhergehen, kommt es häufig zu Fehlbelastungen des Fußes. Die Folge sind schmerzhafte Schwielen am Fußaußenrand.

Ursachen und Risikofaktoren für einen Hallux rigidus

Wer warum an einem Hallux rigidus erkrankt, ist noch nicht vollständig erforscht. Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung eines Hallux rigidus begünstigen. So sind etwa Menschen mit schmalen Füßen und langen Großzehen besonders häufig betroffen. Auch angeborene Fußfehlstellungen wie beispielsweise Plattfüße können zur Entwicklung eines Hallux rigidus beitragen.

Einem Hallux rigidus mit Einlagen gezielt entgegenwirken

Nicht zuletzt kann falsches Schuhwerk eine Versteifung der Großzehe befördern. Daher kann man einem Hallux Rigidus mit Einlagen gezielt vorbeugen bzw. entgegenwirken. Hierfür bieten sich besonders sogenannte sensomotorische Einlagen an. Durch ein sensomotorisches Fußbett werden die Muskeln, Sehnen und Weichteile des Fußes gezielt stimuliert. Falsche Belastungen werden so von vorneherein verhindert. Orthopädische Schuheinlagen erhalten Sie bei einem orthopädischen Schuhmacher, wie z.B. Meisterschuh Berlin.

Hallux rigidus richtig diagnostizieren

Wer an sich Hallux-rigidus-Symptome feststellt, sollte einen orthopädische Schuhmacher aufsuchen. Die Orthopädie-Schuhtechnik bietet heute eine Vielzahl an Anamnese-Methoden an, wie beispielsweise die digitale Laufganganalyse oder Pedografie. Bei einer Pedografie werden dünne Sohlen in einen herkömmlichen Schuh eingelegt. Sie sind mit Sensoren ausgestattet, die die Druckbelastung des Fußes beim Gehen erfassen. Die Daten werden drahtlos an einen Computer übermittelt und dort mittels einer farbigen Grafik dargestellt. Anhand dieser Daten kann ein orthopädischer Schuhmacher erkennen, ob sein Kunde unter einem Hallux rigidus leidet. Falls ja, kann er gezielt Gegenmaßnahmen einleiten.

Versteifungen der Großzehe konservativ behandeln und Hallux-rigidus-OP verhindern

Nur in extremen Fällen erfordert ein Hallux rigidus eine Operation. Meist kann er auch konservativ behandelt werden. Hierzu dienen beispielsweise orthopädische Schuheinlagen. Außerdem kann ein orthopädischer Schuhmacher eine spezielle Schuhzurichtung in Form einer Löschwiege herstellen. Dadurch wird die Abrollbewegung vom Fuß auf den Schuh übertragen und der Fuß ruhiggestellt. Dies ist besonders bei akuten Entzündungen wichtig, die nur auf diese Weise ausheilen können.

Unbehandelt schreitet ein Hallux rigidus immer weiter fort. Spezielle Hallux-rigidus-Einlagen und Schuhzurichtungen können den Beschwerden aber nachhaltig entgegenwirken. Schmerzen lassen sich auf diese Weise gezielt lindern.